Mitten in die Leere
des Lebens
der Bau eines Turms
– künftige Ruine –
nicht einmal auf Sand
gebaut
auf nichts
als Angst vor
Vergänglichkeit

*

Da
bist Du in die Welt gerutscht
einfach Da
wo vorher keine Vergangenheit
lebendige Gegenwart
Sein Glanz in Deinem Angesicht
und die Decke

verzagt – unverzagt

verzagt

Da ist ein Fenster in der Wand,
dahinter Erde, Himmel.
Ich schaue hin, bin wie gebannt:
Was soll all dies Gewimmel?

Der Himmel hängt, die Erde liegt,
dazwischen Streit und Liebe.
Das alles ist in mir versiegt.
Mich ekelt dies Getriebe.

Da steh’ im Fensterbild ich selbst,
gern würd’ ich mich vertreiben.
Ich bin nicht richtig in der Welt
und muss doch sein und bleiben.

unverzagt

Ich schau durch’s Fenster nebenbei,
will Himmel, Erde sehen.
Ein Mensch geht grade dort vorbei.
Ich möchte zu ihm gehen.

Zum Fenster hin und auf das Ding:
„Grüß Gott! Was macht das Leben?“
Er dreht sich lächelnd zu mir hin:
„Ach ja, es geht so eben.“

So stehen wir, er draus, ich drin,
seh’n uns ins Angesicht;
und wissen: Hier gehör’ ich hin,
darf sein, nur bleiben nicht.